{"id":10026,"date":"2016-12-09T15:11:50","date_gmt":"2016-12-09T15:11:50","guid":{"rendered":"http:\/\/bure3iqeqde7ynpluyuubochndt33wwsbkmo7kgf32bmli4zigjwvzid.onion\/?p=10026"},"modified":"2022-11-18T15:12:31","modified_gmt":"2022-11-18T15:12:31","slug":"bure-das-gorleben-frankreichs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bureburebure.info\/de\/bure-das-gorleben-frankreichs\/","title":{"rendered":"Bure \u2013 das Gorleben Frankreichs"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p><em>Artikel von <a href=\"https:\/\/blog.eichhoernchen.fr\/post\/bure-das-gorleben-frankreichs\/\" rel=\"home\">Eichh\u00f6rnchen l&#8217;\u00e9cureuille<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Ich bedanke mich bei Wolfgang f\u00fcr den Hinweis auf den folgenden Artikel \u00fcber Bure. Quelle ist\u00a0 das <a href=\"https:\/\/www.ews-schoenau.de\/energiewende-magazin\/zur-sache\/atommuel-endlager-bure-das-gorleben-frankreichs\/?newsletter=EWM%2F161208%2FDas%20Gorleben%20Frankreichs%20-%20Bild\">Energiewende Magazin von EWS Sch\u00f6nau<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Ein Bericht von Gaspar D\u2019Allens \u2013 \u00dcbersetzung: Caroline Auret<\/p>\n<p><strong>In Lothringen baut Frankreich sein erstes Atomm\u00fcllendlager. Das Projekt st\u00f6\u00dft auf erbitterten Widerstand.<\/strong><\/p>\n<p>Nahe Bure, einem 80-Seelen-Dorf an den Ausl\u00e4ufern der Maas, entsteht das Atomm\u00fcllendlager \u00abCig\u00e9o\u00bb (Centre industriel de stockage g\u00e9ologique). In einer ersten Phase bis 2034 sollen dort 80.000 Kubikmeter radioaktiven M\u00fclls eingelagert werden. Das sind gerade mal drei Prozent des gesamten atomaren Abfalls in Frankreich. Aber diese drei Prozent z\u00e4hlen zu den gef\u00e4hrlichsten \u00fcberhaupt: 99 % davon sind hochradioaktiv \u2013 eine Umweltgef\u00e4hrung f\u00fcr Jahrtausende.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit 50 Jahren setzt Frankreich massiv auf Atomenergie. Doch die Frage, wohin mit dem Atomm\u00fcll, blieb ungekl\u00e4rt. Dabei l\u00e4uft in Frankreich das Fass buchst\u00e4blich \u00fcber: 50.000 Tonnen radioaktiven Abfalls liegen oberirdisch in den Abklingbecken von La Hague und in den Wiederaufbereitungsanlagen wie Marcoule oder Cadarache. Nachdem die EU-Kommission die franz\u00f6sische Regierung aufgefordert hatte, einen Lagerort f\u00fcr den Atomm\u00fcll zu finden, der nicht wiederaufbereitet werden soll, entschied Paris, ihn in Lothringen, nahe Bure, in 500 Meter Tiefe zu lagern.<\/p>\n<p>Laut Planung ist eine Genehmigungsverordnung f\u00fcr das Jahr 2018 vorgesehen, die Inbetriebnahme der Anlage f\u00fcr das Jahr 2025. F\u00fcr den Transport unter Tage und die Lagerst\u00e4tten m\u00fcssen 300 km Stollen und Sch\u00e4chte gegraben und nach Bef\u00fcllung mit radioaktivem M\u00fcll St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck versiegelt werden. Pro Woche werden zwei Z\u00fcge die Castoren anliefern; der letzte Zug soll 2155 fahren.<\/p>\n<p>Die Gesamtkosten f\u00fcr Cig\u00e9o werden derzeit mit 35 Milliarden Euro veranschlagt, der Endbetrag ist laut einem Bericht der Zeitung \u00abLe Monde\u00bb noch nicht absehbar. Lediglich f\u00fcnf Milliarden Euro haben die \u00f6ffentlichen Investoren, das sind EDF, AREVA und CEA als R\u00fccklage gebildet. Das bedeutet: Die nachkommenden Generationen werden die Zeche zahlen.<br \/>\nWiderstand gegen das \u00abNuklear-Cluster\u00bb<\/p>\n<p>Im Sommer 2016 besetzten Anwohner, Landwirte und Anti-Atomkraft-Aktivisten aus ganz Frankreich den Bauplatz und verhinderten Vorarbeiten f\u00fcr die Atomm\u00fclldeponie. Maschinen wurden in Brand gesetzt, die Betonmauer, die die Baustelle sch\u00fctzen sollte, wurde \u00fcber die L\u00e4nge von einen Kilometer niedergerissen. Bei den Demonstrationen kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei und privaten Security-Mitarbeitern. Tr\u00e4nengas und Blendgranaten wurden mit Steinw\u00fcrfen beantwortet, zehn Personen wurden verletzt.<\/p>\n<p>Der Wald, wo die Bauarbeiten begonnen haben, ist seither von Aktivisten besetzt. Sie haben Baumh\u00e4user gebaut, Wachposten am Rand des Waldes postiert, Weg- und Stra\u00dfensperren errichtet. Den Winter \u00fcber wollen die Aktivisten ausharren, unterst\u00fctzt von den Menschen aus Bure, die sie mit Lebensmitteln versorgen.<br \/>\nBewohner der Region unterst\u00fctzen die Anti-Atom-Aktivisten<\/p>\n<p>Der Widerstand erinnert an die Proteste gegen den geplanten Flughafen von Notre-Dame des Landes in der Bretagne oder gegen den gigantischen Tagebau in Hambach. Die Gegner geh\u00f6ren einer breiten Bewegung an, die sich gegen sogenannte \u00abGrands Projets Inutiles et Impos\u00e9s\u00bb (GPII), gegen aufgezwungene, unn\u00fctze Gro\u00dfprojekte richtet. Gemeint sind \u00fcberdimensionierte Industrievorhaben, die ganze Landschaften verunstalten und die Umwelt zerst\u00f6ren \u2013 oft sogar unter Missachtung der elementarsten Rechtsvorschriften.<\/p>\n<p>Anfang Juni 2016 lie\u00df die f\u00fcr die Lagerung des radioaktiven M\u00fclls zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde ANDRA (Agence nationale pour la gestion des d\u00e9chets radioactifs) zehn Hektar Wald roden, dabei lagen weder eine Genehmigung des Pr\u00e4fekten noch eine Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung vor. Das war der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Bauplatzbesetzung. Und die Aktivisten zogen auch vors Gericht: Sie erreichten, dass die Beh\u00f6rde wegen illegaler Rodung verurteilt wurde. Derzeit ruhen die Bauarbeiten.<\/p>\n<p><strong>Parlament ausgetrickst<\/strong><\/p>\n<p>Diese Vorkommnisse haben ihr Gutes. Sie r\u00fccken die zuk\u00fcnftige Atomdeponie ins Licht der \u00d6ffentlichkeit. Denn bislang wurde das Projekt leise, fast klammheimlich vorangetrieben. Ganz wenige Journalisten sind der Sache nachgegangen, und oft wussten sie noch nicht einmal, wo dieses gottverlorene Dorf in Lothringen \u00fcberhaupt lag.<\/p>\n<p>Inzwischen kommt eine Debatte in Gang, die grundlegende Fragen stellt: Wer kann garantieren, dass nicht eine Naturkatastrophe, ein Brand oder Lecks passieren? Wie werden unsere Nachfahren und k\u00fcnftige Zivilisationen vor der lagernden Gefahr gewarnt? K\u00f6nnen wir mit der Vorstellung leben, dass ganze Landstriche geopfert, ja f\u00fcr alle Ewigkeit ausradiert werden? Und das nur, weil die Atomindustrie es fordert?<\/p>\n<p>Am 11. Juli 2016 verabschiedete die franz\u00f6sische Nationalversammlung ein Gesetz, das das Endlagerprojekt Cig\u00e9o in Bure legal aus der Taufe hob. Im nahezu leeren Plenarsaal geriet das Verfahren zur Farce. Denn der Abgeordnete Christophe Bouillon, der die Gesetzesvorlage den wenigen Parlamentskollegen pr\u00e4sentierte, ist gleichzeitig Vorsitzender des Verwaltungsrates der Atomm\u00fcllbeh\u00f6rde ANDRA.<\/p>\n<p>Das Gesetz sieht vor, dass die Lagerung \u00abreversibel\u00bb sein soll, das hei\u00dft, der Atomm\u00fcll muss dort nicht f\u00fcr alle Ewigkeit lagern. Blumig schreibt der Gesetzestext von einer Erprobungsphase, einer \u00abindustriellen Pilotphase\u00bb von 2018 bis 2034. Ist also alles noch offen? Allen Anschein nach aber handelt es sich um den ersten Bauabschnitt des Endlagers. W\u00e4hrend dieser Phase soll die aufwendigste Infrastruktur gebaut werden: eine Bahnstation, ein Geb\u00e4ude f\u00fcr die Anlieferung und f\u00fcr die Konditionierung des Abfalls, ein zweifaches Stollensystem, um zu den Sch\u00e4chten zu gelangen, sowie das Ausgraben der ersten 40 Kilometer. \u00abSind diese kostenintensiven Arbeiten einmal abgeschlossen\u00bb, so fragen die Atomkraftgegner von \u00abBurestop\u00bb zurecht, \u00abwer wird dann noch den politischen Mut besitzen, die Nutzung zu stoppen?\u00bb<\/p>\n<p><strong>Jahrzehntelange Standortsuche<\/strong><\/p>\n<p>Seit den 1980er Jahren wird in Frankreich \u00fcber eine unterirdische Lagerst\u00e4tte diskutiert. Ehe die Wahl auf Bure fiel, hatte ANDRA in zahlreichen D\u00e9partements potentielle Standorte erkundet. \u00dcberall gab es Widerstand. Mit Demonstrationen, Platzbesetzungen und Blockaden vertrieb man die Emiss\u00e4re der Atomindustrie. Die Beh\u00f6rde zog daraus den Schluss \u2013 so ist es in einem Bericht von 1989 zu lesen \u2013 dass die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung darin besteht, \u00abdie Bev\u00f6lkerung von dem Prinzip der Endlagerung an sich zu \u00fcberzeugen und keinesfalls von den technischen Daten zu deren Umsetzung\u00bb.<\/p>\n<p>1991 erlie\u00df die Regierung in Paris ein Gesetz, das den Standort in Bure zum Forschungsprojekt erkl\u00e4rte. Neben Bure wurden damals noch zwei weitere m\u00f6gliche Lagerst\u00e4tten in den D\u00e9partments Gard und Vienne ausgew\u00e4hlt. Der erste Standort wurde wegen des Widerstands der Winzer aufgegeben, der zweite erwies sich als ungeeignet, da im Untergrund das Granit zu stark splittert. So blieb 1998 nur noch Bure \u00fcbrig.<\/p>\n<p>In Bure ging die Atomindustrie von der Annahme aus, dass alle Voraussetzungen erf\u00fcllt sind, um ohne gro\u00dfen Widerstand eine Endlagerst\u00e4tte einzurichten. Die Region ist mit sechs Einwohnern pro Quadratkilometer eine der am d\u00fcnnsten besiedelten Landstriche Frankreichs; die Entfernung zu den n\u00e4chsten St\u00e4dten, in denen sich Protest regen k\u00f6nnte, ist gro\u00df; rund ein Viertel der Einwohner von Bure sind Rentner; nur wenige Bauern sind gewerkschaftlich organisiert und deren Lokalpolitiker f\u00fcgsam.<\/p>\n<p><strong>Bure \u2013 der richtige Standort?<\/strong><\/p>\n<p>Die Beschaffenheit des Gesteins scheint bei der Auswahl des Standortes allerdings nicht ausschlaggebend gewesen zu sein, denn Tonschiefer ist br\u00fcchig. So kam es in den Stollen des unterirdischen Labors bereits zu Einst\u00fcrzen, bei denen im Januar 2016 ein Arbeiter t\u00f6dlich verletzt wurde. Dieser Unfall zeigt, wie schwer es ist, unter diesen geologischen Bedingungen St\u00fctzstollen zu errichten. Zudem entdeckte man bereits 1989 bei einer \u00d6lbohrung ein geothermisches Potenzial unterhalb von Bure, 2013 wurde dies von einem unabh\u00e4ngigen Ingenieurb\u00fcro best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Nach Vorgabe der Atomsicherheitsbeh\u00f6rde ASN (Autorit\u00e9 de s\u00fbret\u00e9 nucl\u00e9aire) darf eine unterirdische Lagerst\u00e4tte f\u00fcr radioaktives Material nicht auf einem geothermischen Standort errichtet werden, um das Risiko eines versehentlichen Eingriffs von au\u00dfen und eine endg\u00fcltige Blockierung einer nat\u00fcrlichen Energiequelle zu verhindern. Viele franz\u00f6sische Atomkraftgegner sind sich sicher, dass ANDRA gezielt Daten manipuliert und Informationen zur\u00fcckgehalten hat, um das Endlagerprojekt nicht zu gef\u00e4hrden. Ein Prozess ist anh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Auch seitens de<br \/>\nr Bergbauwissenschaft existieren gro\u00dfe Zweifel. Nach Aussage des unabh\u00e4ngigen Sachverst\u00e4ndigen Bertrand Thuillier k\u00f6nnte in einer Endlagerst\u00e4tte wie Cig\u00e9o eine hochexplosive Mischung entstehen. Dazu w\u00e4ren alle Faktoren, die einen Gro\u00dfbrand m\u00f6glich machen, vorhanden: Sauerstoff, W\u00e4rme und Brennstoff in Form von asphalthaltigem, brennbaren M\u00fcll.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich sei die Lagerung, so der franz\u00f6sische Ingenieur, durch nat\u00fcrliche Prozesse innerhalb dieser Gesteinsformation wie Verschlei\u00df, Infiltration oder Entstehung von Hohlr\u00e4umen gef\u00e4hrdet. Au\u00dferdem k\u00f6nne als Folge des Klimawandels der Tonschiefer trocken und dadurch rissig werden.<\/p>\n<p>Und nach Aussage eines Mitglieds der \u00abCEA\u00bb (Kommission f\u00fcr Atomenergie und alternative Energien), das anonym bleiben m\u00f6chte, \u00abist die langfristige, unterirdische Lagerung stets gef\u00e4hrlich, weil Zugang und somit Kontrolle besonders schwierig sind.\u00bb<br \/>\nWaste Isolation Pilot Plant<\/p>\n<p><strong>Ein Unfall in den USA offenbart die Risiken<\/strong><\/p>\n<p>Im Februar 2014, f\u00fcnfzehn Jahre nach der Inbetriebnahme des Endlagers WIPP (Waste Isolation Pilot Plant) in New Mexico, explodierte im Untergrund ein Fass und verursachte einen Brandschaden von rund zwei Milliarden Euro. Bei der Planung des Endlagers waren die Ingenieure davon ausgegangen, dass diese Art von Unfall sich nur alle 200.000 Jahre ereignen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Keine B\u00fcrgerbeteiligung<\/strong><\/p>\n<p>Die Gegner von Bure kritisieren, dass von Anfang an hinter verschlossenen T\u00fcren und ohne B\u00fcrgerbeteiligung entschieden wird \u2013 und immer zugunsten der Atomenergie. Die Bev\u00f6lkerung muss die Folgen davon tragen. Jenseits der technischen und wissenschaftlichen Aspekte zeigt das Endlager-Projekt in Bure ein Demokratiedefizit. Wie l\u00e4sst sich sonst erkl\u00e4ren, dass eine Petition mit 55.000 Unterschriften aus den betroffenen D\u00e9partements einfach unbeantwortet bleibt?<\/p>\n<p>\u00abDie Methoden der Atomindustrie haben mich zu ihrem erkl\u00e4rten Gegner gemacht\u00bb, sagt Jean Pierre Remmele, der ehemalige B\u00fcrgermeister von Bonnet, einer Gemeinde sechs Kilometer von Bure entfernt. Und setzt fort: \u00abDie sich anbahnende Katastrophe hat gesundheitliche, soziale und menschliche Dimensionen. Die Beh\u00f6rde erobert das Land, kauft Gewissen und Abgeordnete\u00bb.<br \/>\nGeld f\u00fcr Geisterd\u00f6rfer<\/p>\n<p>Jahr f\u00fcr Jahr \u00fcberweist die Beh\u00f6rde 60 Millionen Euro an die D\u00e9partements Meuse und Haute Marne \u00fcber eine \u00f6ffentlich-rechtliche Einrichtung. Das ist einmalig in Frankreich: Der Staat verteilt Gelder, ehe ein Bauprojekt \u00fcberhaupt in Angriff genommen wird. In verlassenen D\u00f6rfern werden Fassaden \u00f6ffentlicher Einrichtungen, die inzwischen geschlossen sind, sowie B\u00fcrgersteige renoviert. Knallrote Stra\u00dfenlaternen stehen in seltsamem Kontrast zu verfallenen H\u00e4usern und verschlossenen Fensterl\u00e4den.<\/p>\n<p>\u00dcberall versucht die Beh\u00f6rde, sich unentbehrlich zu machen. F\u00fcr die Lokalprominenz werden Jagdgesellschaften organisiert, \u00d6ko-Ausfl\u00fcge f\u00fcr Schulklassen werden durchgef\u00fchrt, sogar eine B\u00e4ckerei auf dem \u00abLabor\u00bb-Gel\u00e4nde ist geplant. Mit den Worten eines Aktivisten: \u00abDie Beh\u00f6rde \u00fcbt eine diffuse soziale Kontrolle aus\u00bb. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie innerhalb von zehn Jahren \u00fcber 3000 Hektar Land erworben hat, davon 1.000 f\u00fcr die Landwirtschaft \u2013 zur Verpachtung an gef\u00fcgige Landwirte?<\/p>\n<p><strong>Bure \u2013 Rettungsanker f\u00fcr die Atomindustrie<\/strong><\/p>\n<p>Die Gegner wollen das scheinbar unaufhaltsame Gro\u00dfprojekt stoppen. F\u00fcr sie geht es um mehr als um radioaktive Abfallprodukte. Die wichtigsten Atomenergie-Konzerne in Frankreich, AREVA und EDF, sind n\u00e4mlich insolvent und haben M\u00fche, ihre Technologie zu exportieren. Das macht deren Lage besonders komplex. Gelingt das Endlagerprojekt in Bure, hat die Atomindustrie ihr gr\u00f6\u00dftes Problem gel\u00f6st und kann wieder \u00abvoll durchstarten\u00bb. Das Endlager zuzulassen bedeute daher auch, so die franz\u00f6sischen Anti-Atom-Aktivisten, sich von einem schnellen Atomausstieg zu verabschieden.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel von Eichh\u00f6rnchen l&#8217;\u00e9cureuille Ich bedanke mich bei Wolfgang f\u00fcr den Hinweis auf den folgenden Artikel \u00fcber Bure. Quelle ist\u00a0 das Energiewende Magazin von EWS Sch\u00f6nau. Ein Bericht von Gaspar D\u2019Allens \u2013 \u00dcbersetzung: Caroline Auret In Lothringen baut Frankreich sein erstes Atomm\u00fcllendlager. Das Projekt st\u00f6\u00dft auf erbitterten Widerstand. 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