{"id":12137,"date":"2024-03-03T17:20:14","date_gmt":"2024-03-03T17:20:14","guid":{"rendered":"http:\/\/bure3iqeqde7ynpluyuubochndt33wwsbkmo7kgf32bmli4zigjwvzid.onion\/?p=12137"},"modified":"2024-03-03T17:20:14","modified_gmt":"2024-03-03T17:20:14","slug":"die-risiken-des-geplanten-atommullendlagers-in-bure-betreffen-auch-die-menschen-der-grenzregion-saarland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bureburebure.info\/de\/die-risiken-des-geplanten-atommullendlagers-in-bure-betreffen-auch-die-menschen-der-grenzregion-saarland\/","title":{"rendered":"Die Risiken des geplanten Atomm\u00fcllendlagers in Bure betreffen auch die Menschen der Grenzregion Saarland."},"content":{"rendered":"<p>Widerstand in Bure<br \/>\non Barbara Spitzer<\/p>\n<p>Vor fast einer Woche wurde die letzten drei deutschen AKW abgeschaltet. Doch beendet ist die \u00c4ra der Atomkraft in Deutschland damit noch nicht: Wohin mit dem Atomm\u00fcll? Frankreich plant derzeit ein Endlager f\u00fcr hochradioaktiven M\u00fcll in Bure (Lothringen), fast vor der saarl\u00e4ndischen Haust\u00fcr . Der Widerstand dagegen w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Endlager 144 Kilometer von Saarbr\u00fccken entfernt<\/p>\n<p>Das Saarland wurde im Endlagersuchprozess in Deutschland als Standort ausgeschlossen. Doch die Pl\u00e4ne f\u00fcr ein Endlager im lothringischen Bure, rund 144 Kilometer Luftlinie von Saarbr\u00fccken entfernt, konkretisieren sich. Wie von den Gegner*Innen des Endlagerprojekts CIGEO in Bure bef\u00fcrchtet, hat der Betreiber ANDRA im Januar 2023 eine Genehmigung f\u00fcr den Bau eines Endlagers f\u00fcr hochradioaktiven Atomm\u00fcll beantragt.<\/p>\n<p>Einer der Gegner aus der Region ist Jean-Pierre Simon, Landwirt und schon seit 30 Jahren unerschrocken. \u201eIch bin nicht der Einzige, der dagegen ist. Ich bin nur der Einzige, der sich traut, das offen zu sagen \u2013 trotz des Drucks vom Betreiber ANDRA. Ich war einer der ersten, dem die Gefahren des Endlagers bewusst waren, und ich habe das von Anfang an klar gesagt.\u201c<\/p>\n<p>Er habe \u2013 anders als andere Bauern in der Region \u2013 schon mehrfach ein Kaufangebot von ANDRA f\u00fcr sein Land abgelehnt, sagt der 63-J\u00e4hrige. Er will f\u00fcr seine Region k\u00e4mpfen, nicht zulassen, dass sie zur Atomm\u00fcllkippe wird, nur weil sie so d\u00fcnn besiedelt ist.<\/p>\n<p>Mit Gem\u00fcseanbau<br \/>\ngegen Castoren<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung bekommt Simon seit einiger Zeit auch von einem Gorleben-erprobten Endlager-Gegner aus Deutschland, dem 42-j\u00e4hrigen Gem\u00fcseg\u00e4rtner Luc. \u201eWir wollen nicht, dass hier ein atomares Endlager entsteht. Wir werden viel dagegen tun. Wir sind auf der Castortrasse mit unserem Gem\u00fcseanbauprojekt, stehen dort im Weg und werden so lange im Weg stehen, wie es sein muss.\u201c<\/p>\n<p>Der Gem\u00fcseanbauprojekt der Gegner*Innen ist gerade einmal einen Kilometer von Simons Hof entfernt und grenzt an die k\u00fcnftige Bahntrasse f\u00fcr die Castortransporte. Er isein wichtiger Teil ihres Widerstands gegen das Endlager-Projekt.<br \/>\nDie ersten Bauarbeiten f\u00fcr die Infrastruktur k\u00f6nnten hier schon 2025 beginnen. \u201eEs ist klar, dass wir die Bauarbeiten und den Transport der Castoren behindern werden, nach dem Vorbild unserer Nachbarn, insbesondere in Deutschland\u201c, sagt Simon.<\/p>\n<p>M\u00fcll soll in Tonschicht<br \/>\ngelagert werden<\/p>\n<p>ANDRA erkundet seit \u00fcber 20 Jahren in einem unterirdischen Labor in der Region das Gestein. Der hochradioaktive Atomm\u00fcll soll in eine Tonschicht 500 Meter unter der Erde versenkt werden \u2013 f\u00fcr eine Million Jahre. Ton eigne sich wegen seiner Wasserundurchl\u00e4ssigkeit gut als Wirtsgestein, schirme auf lange Zeit die radioaktive Strahlung von der Umwelt ab.<\/p>\n<p>Beim Collectif contre l\u2019Enfouissement des D\u00e9chets Radioactifs, dem Kollektiv gegen das Vergraben Radioaktiver Abf\u00e4lle (CEDRA), sieht man das anders. \u201eWenn diese Lagerung von radioaktiven Abf\u00e4llen in Ton nicht wie geplant l\u00e4uft und die Grundwasserleiter gest\u00f6rt und verseucht werden, dann l\u00e4uft das ins Pariser Becken, ins Meuse-Becken, nach Nordosteuropa\u201c, sagt Jacques Leray. \u201eEs betrifft also die Saarl\u00e4nder genauso wie uns.\u201c<\/p>\n<p>Auch Simon ist \u00fcberzeugt, dass die Menschen in der Grenzregion die Risiken des Endlagers bisher viel zu wenig auf dem Schirm haben. Doch sp\u00e4testens, wenn in ein paar Jahren die ersten Castoren anrollen, werde sich das \u00e4ndern, das habe Gorleben gezeigt. Bis dahin wollen er und seine Mitstreiter*Innen die Stellung halten.@<\/p>\n<p>Quelle.<br \/>\n\/\/www.sr.de\/ 21.4.23<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Widerstand in Bure on Barbara Spitzer Vor fast einer Woche wurde die letzten drei deutschen AKW abgeschaltet. Doch beendet ist die \u00c4ra der Atomkraft in Deutschland damit noch nicht: Wohin mit dem Atomm\u00fcll? Frankreich plant derzeit ein Endlager f\u00fcr hochradioaktiven M\u00fcll in Bure (Lothringen), fast vor der saarl\u00e4ndischen Haust\u00fcr . Der Widerstand dagegen w\u00e4chst. 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