{"id":14187,"date":"2025-03-01T19:38:09","date_gmt":"2025-03-01T19:38:09","guid":{"rendered":"http:\/\/bure3iqeqde7ynpluyuubochndt33wwsbkmo7kgf32bmli4zigjwvzid.onion\/?p=14187"},"modified":"2025-03-01T19:40:29","modified_gmt":"2025-03-01T19:40:29","slug":"vallentigny","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bureburebure.info\/de\/vallentigny\/","title":{"rendered":"Vallentigny:"},"content":{"rendered":"<h1 class=\"moz-text-flowed\" lang=\"x-unicode\">Vallentigny:<\/h1>\n<h3 class=\"moz-text-flowed\" lang=\"x-unicode\">eine Erkl\u00e4rung am\u00a0 Valentinstag<br \/>\nan den Direktor des Departements ANDRA- Patrice Torres.<\/h3>\n<p class=\"moz-text-flowed\" lang=\"x-unicode\"><strong>eine\u00a0 Liebeserkl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p class=\"moz-text-flowed\" lang=\"x-unicode\">14. Februar,\u00a0 Valentinstag.Eine gute Gelegenheit, einem besonderen Menschen mit kleinen Geschenken zu zeigen, dass sie an ihn\u00a0 denken. Und welchen besseren Ort\u00a0 k\u00f6nnten wir f\u00fcr unseren Valentin finden\u00a0 als in Vallentigny. Ein kleines Dorf in der Haute-Marne mit seiner unter Denkmalschtz stehenden Kirche,\u00a0 deren mit Holzschindeln gedeckter Glockenturm ihm seinen ganzen Charme verleiht. Zu ihren\u00a0 F\u00fc\u00dfen liegt die ehemalige Gemeindeschule, deren Hof nun einem bellenden, aber freundlichen Hund als Spielplatz dient.Denn hier, nur einen Steinwurf von den beiden Standorten der ANDRA in Soulaines im Departement Aube entfernt, lebt Patrice Torres, ihr Direktor f\u00fcr die Departements Haute-Marne und Meuse, der voller Stolz die Verantwortung f\u00fcr das Atomm\u00fclllagerprojekt Cig\u00e9o in Bure tr\u00e4gt. Getreu dieser sehr romantischen Tradition schenken wir ihm bei dieser Gelegenheit 7,62 mm unserer Aufmerksamkeit. Eine Patrone dieses Kalibers wurde ihm auf dem Postweg an seine unten stehende pers\u00f6nliche Adresse zugestellt.<\/p>\n<p class=\"moz-text-flowed\" lang=\"x-unicode\">Herr Patrice Torres,<br \/>\nxxxx<br \/>\nxxxx<\/p>\n<div class=\"moz-text-flowed\" lang=\"x-unicode\">\n<p>Danke, Meister, f\u00fcr dieses tolle Jahr!<\/p>\n<p>Anfang 2024 begann die ANDRA mit der Enteignung zus\u00e4tzlicher Fl\u00e4chen, die f\u00fcr das (noch immer nicht genehmigte) Cig\u00e9o-Projekt noch nicht zur Verf\u00fcgug stehen. Mehr als 300 Landbesitzer*innen sind von dieser neuen Welle der Landnahme betroffen.\u00a0 Neben haupts\u00e4chlich landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen ist auch der ehemalige Bahnhof von Lum\u00e9ville im Visier &#8211;\u00a0 ein Ort des Widerstands auf der k\u00fcnftigen Bahnstrecke f\u00fcr Atomtransporte in das geplante Atomm\u00fcll-Endlager CIGEO in Bure.\u00a0 Patrice Torres k\u00fcndigt in gr\u00f6\u00dfter Verachtung an, dass dieses Enteignungsverfahren innerhalb von zwanzig Monaten abgeschlossen sein soll. Mit diesem Vorgehen leitet die ANDRA eine neue Etappe ein, die nicht nur die lokale Bev\u00f6lkerung in ihrer wirtschaftlichen und sozialen Existenz bedroht, sondern auch direkt einen strategischen Ort des Kampfes gegen dieses Projekt schafft. Wir k\u00f6nnen und wollen dies nicht ohne eine deutliche Antwort zulassen!<\/p>\n<h4>Ein Demonstrationsobjekt unseres Zorns.<\/h4>\n<p>In den 2000er Jahren, w\u00e4hrend der ersten Planungsphasen von Cig\u00e9o, galten das deutsche Atomm\u00fclllager Asse 2 und Stocamine im Elsass, wo hochgiftige Industrieabf\u00e4lle gelagert werden, regelm\u00e4\u00dfig als europ\u00e4ische Referenzen in diesem Bereich. Seitdem das Bergwerk Asse 2 durch massive Wassereinbr\u00fcche instabil geworden ist und die radioaktiven Atomm\u00fcllbeh\u00e4lter\u00a0 jahrzehntelang nicht geborgen werden konnten, und Stocamine nach einem wochenlangen katastrophalen Brand einzust\u00fcrzen droht, werden diese Referenzen in Sicherheitsbewertungen nicht mehr erw\u00e4hnt. Derzeit werden alle Beispiele f\u00fcr das Scheitern des Konzepts der geologischen Endlagerung weltweit und auch noch in Frankreich ignoriert. Cig\u00e9o wird als etwas v\u00f6llig Neues und noch nie Dagewesenes dargestellt, dessen Risiken immer noch nicht empirisch modelliert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Um dies zu erreichen, setzt ANDRA stattdessen auf den Bau verschiedener innovativer \u201eDemonstratoren\u201c und Prototypen, um die Funktionsprinzipien und die geplanten Prozesse (Vortrieb, Abstieg, Bewegung und \u00dcberwachung der Atomm\u00fcllbeh\u00e4lter\u00a0 usw.) zu simulieren. \u201eWann immer es m\u00f6glich ist, m\u00f6chten wir damit arbeiten. Wir versuchen auch, bestimmte Testeinrichtungen wie Demonstrationsanlagen lokal anzusiedeln (&#8230;), die \u00f6konomischen und gesch\u00e4ftlichen Beziehungen zu lokalen Unternehmen\u00a0 und den respektvollen Umgang mit\u00a0 \u00f6ffentliche Ausschreibungen\u00a0 zu entwickeln.&#8220; erkl\u00e4rt Torres in einem Artikel.<\/p>\n<p>In einer Erkl\u00e4rung zur Sabotageaktion gegen einen Mitarbeiter von Cig\u00e9o kommentiert FERRY CAPITAIN, die \u201eInformelle Piratenaktionsgruppe zum Versenken der F\u00e4hre\u201c treffend: \u201eDie ANDRA verwandelt die lokalen Unternehmen in Totengr\u00e4ber ihres eigenen Territoriums und hat auch noch die Frechheit, dies der \u00d6ffentlichkeit als Besch\u00e4ftigungsf\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung des Wachstums der Region zu verkaufen. Das ist ein Zynismus, der \u00dcbelkeit hervorruft\u201c. Dieser durchaus interessante Aspekt der territorialen Entwicklung sollte uns jedoch nicht von den folgenden Ausf\u00fchrungen ablenken.<\/p>\n<p>Neben der Schaffung einer wirtschaftlichen Abh\u00e4ngigkeit f\u00fcr die Unternehmen dienen die Demonstrationsprojekte vor allem zwei Zielen: Die teilweise Realisierung von Cig\u00e9o in seiner technischen und spezifischen Konzeption noch vor der eigentlichen Baugenehmigung und unter Umgehung des Atomrechts; sowie der Machbarkeit dieses v\u00f6llig unverantwortlichen Projekts den Anschein einer wissenschaftlichen Evidenz und einer technologischen Herausforderung auf der Grundlage willk\u00fcrlicher, wertfreier Daten zu verleihen.<\/p>\n<p>Wir haben uns diese Idee zu eigen gemacht und betrachten unser Geschenk als einen eigenst\u00e4ndigen und unerwarteten Demonstrator, der f\u00fcr den Leiter des Cig\u00e9o-Projekts selbst bestimmt ist, aber diesmal im Blick auf die\u00a0 Enteignungen. Das, lieber Herr Torres, ist es, wenn man um seine eigene Existenz f\u00fcrchten muss! Vielleicht werden die Ergebnisse dieser Erfahrung im weiteren Verlauf des Prozesses und ihrer \u201eNutzen-Risiko\u201c-Bewertungen ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h4>Zur Frage des bewaffneten Kampfes in der Anti-Atomkraft-Bewegung.<\/h4>\n<p>Da wir davon ausgehen, dass diese Aktion weder au\u00dferhalb noch innerhalb der Bewegung auf allzu viel Sympathie sto\u00dfen wird und ihre Durchf\u00fchrung sogar den Verdacht aufkommen lassen k\u00f6nnte, dass es sich um eine Operation unter \u201efalscher Flagge\u201c handelt, die den Kampf kriminalisieren und spalten soll, sind ein paar Worte zu dem von uns verwendeten Mittel angebracht.<\/p>\n<p>In den 1970er Jahren k\u00e4mpfte eine ganze Reihe von bewaffneten Gruppen in Frankreich und weltweit f\u00fcr einen sozialen und politischen Wandel, wobei unter anderem die Umweltkatastrophe immer offensichtlicher wurde, vor allem aber eine militante Massenbewegung gegen die Atomenergie entstand. Einige dieser Guerillagruppen entwickelten ihr Verh\u00e4ltnis zur Umweltfrage in einer anarchistischen Ideologie und versuchten, durch direkte Aktionen eine zus\u00e4tzliche Front aufzubauen, um auf diese Weise den (gr\u00f6\u00dftenteils b\u00fcrgerlichen und privilegierten) Widerstand zu begleiten.<\/p>\n<p>Sprengstoffanschl\u00e4ge und bewaffnete Aktionen waren zwar immer die Ausnahme und haben die Bewegung nie entscheidend gepr\u00e4gt oder ver\u00e4ndert, aber sie waren auch nicht ungew\u00f6hnlich. Sie wurden wahrgenommen und diskutiert, riefen Kritik, Ablehnung, aber in einigen F\u00e4llen auch Solidarit\u00e4t hervor. Sie waren auch Teil des Diskurses der Bewegung und des Kampfes.<\/p>\n<p>Patronensendungen waren als Aktionsmittel immer umstritten (selbst innerhalb der bewaffneten Strukturen). Von \u201eDrohung in der Luft\u201c \u00fcber \u201eMunitionsverschwendung\u201c bis hin zu \u201eunn\u00f6tiger Gewalteskalation\u201c &#8211; die Kritik ist so vielf\u00e4ltig wie die gesendete Botschaft\u00a0 eindeutig ist . Im aktuellen Kontext muss man zugeben, dass der Einsatz eines solchen Mittels erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig ist. Dazu m\u00fcssen wir nicht bei Null anfangen, denn auch wenn sich die Praktiken in den letzten 40 Jahren radikal ver\u00e4ndert haben, ist die bewaffnete Aktion nie ganz aus dem Repertoire der anarchistischen Anti-Atomkraft-Aktivist*innen\u00a0 verschwunden.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf die Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 schoss beispielsweise ein \u201eNUCLEO OLGA\u201c-Kommando der FAI\/FRI dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des italienischen Atomkonzerns ANSALDO NUCLEAIRE Roberto Adinolfi in Genua in die Beine. Das erkl\u00e4rte Ziel der Aktion war es, zu einer Wiederbelebung des Anti-Atomkraft-Kampfes auf italienischem Boden beizutragen sowie das \u201ePotenzial der M\u00f6glichkeiten\u201c des revolution\u00e4ren Kampfes zu verdeutlichen, indem man Verantwortliche direkt in ihrem vertrauten Umfeld\u00a0 traf.<\/p>\n<p>Kurz darauf wurde der Anarchist Alfredo Cospito wegen \u00e4hnlicher Vorf\u00e4lle verhaftet und zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Aus dem Gef\u00e4ngnis heraus nahm Alfredo Cospito an einer Diskussion \u00fcber den Kampf gegen Cig\u00e9o und die Atomenergie im Allgemeinen anl\u00e4sslich der Anti-Kartell-Tage in Bure im Jahr 2020 teil.<\/p>\n<p>In seinem Diskussionsbeitrag hei\u00dft es unter anderem: \u201eEs ist jedem klar, dass wir von einem Kampf ums \u00dcberleben sprechen; nicht nur unserer Spezies, sondern des Lebens auf \u201aunserem\u2018 Planeten. Die Natur l\u00e4uft jeden Tag Gefahr, \u201ein ein Monster verwandelt\u201c zu werden. Atomwissenschaft und -technologie bringen die chaotische Ordnung der Natur von Grund auf durcheinander. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, wenn wir wirklich etwas \u00e4ndern und diesen selbstzerst\u00f6rerischen Prozess umkehren wollen. Wir m\u00fcssen und vor allem d\u00fcrfen wir dem Handeln keine Grenzen mehr setzen, wir m\u00fcssen \u00c4ngste und Skrupel \u00fcberwinden und schnell vorankommen\u201c.<\/p>\n<p>Auch wenn der Text bereits einige Jahre alt ist, m\u00f6chten wir ihn noch einmal aufgreifen. Denn die Aktion, deren \u201emilit\u00e4rische\u201c Umsetzung als Erfolg gewertet werden kann, hinterl\u00e4sst bei uns einige Fragezeichen, wenn wir das erkl\u00e4rte Ziel betrachten. So ist es uns v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich, wie jemand auf die Idee kommen kann, dass eine individuelle bewaffnete Aktion in der aktuellen Situation zur St\u00e4rkung der Bewegung beitragen kann. Und wie zu erwarten war, wurde der gew\u00fcnschte Effekt \u00fcberhaupt nicht erzielt.<\/p>\n<p>Dagegen erscheint uns die Idee, mit dieser \u201eStrafaktion\u201c das Potenzial der M\u00f6glichkeiten unseres Kampfes zu veranschaulichen, interessanter. Es ist jedoch fraglich, ob es ein guter Grund ist, einen Menschen zu erschie\u00dfen, nur um ein Prinzip zu veranschaulichen. Vielleicht fehlt uns hier die n\u00f6tige Portion Nihilismus: Zweifel und Skrupel, von denen Alfredo Cospito uns r\u00e4t, dass wir sie hinter uns lassen sollen, scheinen uns nicht die schlimmsten Gef\u00fchle zu sein, wenn es um die Anwendung von Waffengewalt geht.<\/p>\n<p>Andererseits sind wir uns v\u00f6llig einig, dass die Zeit dr\u00e4ngt und dass wir kein Mittel ausschlie\u00dfen sollten, um uns dieser verheerenden und autorit\u00e4ren Technologie zu widersetzen.<\/p>\n<p>Aber welche Mittel sind dann angemessen, um gegen eine Industrie zu k\u00e4mpfen, die in ihrem normalen Alltagsbetrieb im Namen von Wissenschaft und Fortschritt die potenzielle Zerst\u00f6rung aller Lebensgrundlagen auf diesem Planeten in Kauf nimmt und deren milit\u00e4rische Anwendung wie keine andere die globalen Macht- und Gewaltverh\u00e4ltnisse manifestiert? Was ist angemessen in einem Konflikt mit einem Polizeistaat, der mit Verfolgung, Unterdr\u00fcckung und auch mit teilweise t\u00f6dlicher Gewalt gegen eine Umweltbewegung vorgeht?<\/p>\n<p>Es stellt sich also nicht die Frage nach der Gewalt, sondern nur die Frage, wie wir mit ihr umgehen. Wir halten es nicht nur f\u00fcr moralisch legitim, sondern sogar f\u00fcr eine Pflicht, dieses Denkmuster und die damit verbundenen Strukturen mit allen Mitteln zu bek\u00e4mpfen. Die Frage ist aber\u00a0 auch, welche Mittel in der aktuellen Situation strategisch sinnvoll erscheinen.<\/p>\n<p>Es stimmt, dass eine Bewegung, die einen revolution\u00e4ren Wandel anstrebt, zum Scheitern verurteilt ist, wenn sie sich nicht mit all ihren Handlungsoptionen auseinandersetzt, selbst wenn sie diese anschlie\u00dfend als ungeeignet verwirft. Und genau hier setzt unser Handeln an: So wie wir uns davor h\u00fcten m\u00fcssen, bestimmte Kampfformen kategorisch auszuschlie\u00dfen, ist bewaffnetes Handeln kein Automatismus oder die logische Konsequenz militanter Aktionen im Sinne einer unvermeidlichen Eskalation von Gewalt (oder gar ihrer \u201eK\u00f6nigsdisziplin\u201c).<\/p>\n<p>Die Wahl der \u201erichtigen\u201c Kampfstrategie kennt keine allgemeing\u00fcltige Antwort. Wir m\u00fcssen sie immer wieder \u00fcberpr\u00fcfen und an die sich ver\u00e4ndernden Realit\u00e4ten anpassen. Die Frage des bewaffneten Kampfes auszuschlie\u00dfen, kommt auch der sprichw\u00f6rtlichen \u201eSelbstentwaffnung\u201c der Bewegung gleich. Gerade die zunehmend autorit\u00e4re Umgestaltung des Staates sowie die sich hierzulande anbahnende Machtergreifung faschistischer Parteien k\u00f6nnten dieses Thema schneller auf die politische Tagesordnung setzen, als es sich viele derzeit vorstellen k\u00f6nnen oder wollen.<\/p>\n<p>An anderer Stelle schreibt Alfredo Cospito, dass die Ziele der bewaffneten Aktion teilweise verfehlt wurden, weil die Menschen im Gegensatz zu der Situation in Bure das Konzept der Vielfalt im Kampf noch nicht ausreichend begriffen haben: \u201eNur wenige sind sich bewusst, dass all diese Praktiken ihre eigene Daseinsberechtigung, ihren eigenen spezifischen Zweck haben und nicht unbedingt im Widerspruch zueinander stehen. Und in bestimmten Situationen (wie in Bure), wenn sie unvoreingenommen praktiziert werden, erg\u00e4nzen sie sich, werden wirklich effektiv, einschneidend und desorientieren die Macht\u201c.<\/p>\n<p>Wir wissen nicht, auf welche Quellen sich der Compagnero bei seiner Analyse des Kampfes in Bure gest\u00fctzt hat; einige aufst\u00e4ndische Brosch\u00fcren, die w\u00e4hrend der Besetzung des Waldes (2016-2018) erschienen sind, legen diese Schlussfolgerung in der Tat nahe. Aus unserer Sicht war die so oft beschworene \u201eVielfalt der Taktiken\u201c auch in Bure immer nur ein Ideal und nie Gegenstand eines Konsenses innerhalb der Bewegung, ja nicht einmal frei von Kritik und Diskussionen. Zwar kam die w\u00e4hrend der Besetzung des Bois Lejuc gelebte Alltagskultur diesem Ideal bereits sehr nahe, aber wir sind uns sicher, dass eine bewaffnete Aktion, die w\u00e4hrend dieser Zeit oder zu irgendeinem Zeitpunkt der heutigen Anti-Atomkraft-Bewegung aus dem konsensualen Rahmen der Akzeptanz herausf\u00e4llt, immer ihr Ma\u00df an Spaltung und Dissoziation mit sich bringen w\u00fcrde. Es ist sogar wahrscheinlich, dass die Reaktionen auf diese dies erneut unter Beweis stellen.<\/p>\n<p>Unsere Aktion zielt jedoch nicht explizit darauf ab, die Herzen der Menschen zu erreichen oder die Bewegung zu st\u00e4rken; daf\u00fcr sind andere Aktionen sicherlich besser geeignet. Was wir wollen, ist, einen Beitrag zur internen Debatte \u00fcber die Mittel und Strategien unseres Kampfes zu leisten. Wir sind uns durchaus bewusst, dass es Kritik geben wird, und wir wollen sie, solange sie solidarisch konstruktiv bleibt. Ein weiteres, externes Ziel ist es, den politischen Druck auf die Hauptverantwortlichen und die Akteure der gesamten Atomindustrie zu erh\u00f6hen. Sie sollen verstehen, dass ihre Verantwortung nicht mit dem Ende ihres Arbeitstages endet und dass ihre Handlungen Konsequenzen bis in ihr Privatleben haben.<\/p>\n<p>Wenn wir uns entschieden haben, diese Patrone nicht auf konventionelle Weise, d. h. durch den Lauf einer Schusswaffe, zu versenden, dann nicht, weil es uns an Entschlossenheit oder technischen Mitteln fehlt oder weil wir nicht in der Lage sind, die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft in ihrem pers\u00f6nlichen Umfeld aufzusp\u00fcren. Wir demonstrieren vielmehr die Tatsache, dass wir uns bewusst daf\u00fcr entschieden haben, zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt nicht so zu handeln.<\/p>\n<p>Auch wenn die Staatsanwaltschaft und vielleicht ein Teil der Bewegung dies anders interpretieren k\u00f6nnten, handelt es sich also eher um einen Beitrag zu einer militanten Debatte als um eine Todesdrohung im eigentlichen Sinne des Wortes.<\/p>\n<p>Da sich die Erfolgsaussichten eines bewaffneten Projekts logischerweise unter anderem nach seiner Feuerkraft berechnen, k\u00f6nnen wir versichern, dass wir mit unserer Munition besser fahren w\u00fcrden, wenn wir ein solches Projekt in naher Zukunft in Betracht ziehen w\u00fcrden. Nat\u00fcrlich sind auch die Mobilit\u00e4t und das Sammeln von Informationen Teil dieser Berechnung. Wir k\u00f6nnen jedoch nicht ausschlie\u00dfen, dass andere Gruppen in Zukunft in ihren Diskussionen zu anderen Zielen gelangen als wir; daher w\u00fcrden wir unseren informellen Gef\u00e4hrten gerne noch ein wenig Recherchearbeit abnehmen, die sie an der angegebenen Adresse erledigen k\u00f6nnen. Anbei einige Aufnahmen des Anwesens.<\/p>\n<p>Keine Ruhe f\u00fcr die Verantwortlichen der \u00f6kologischen und nuklearen Katastrophe!<br \/>\nRevolution\u00e4re Solidarit\u00e4t mit dem Gef\u00e4hrten Alfredo Cospito und allen anarchistischen Gefangenen auf der ganzen Welt!<\/p>\n<p>Autonome Gruppen gegen Atomkraft.<br \/>\nKommando Fernando Pereira*.<\/p>\n<p>* Anti-Atomkraft-Aktivist und Journalist, 1985 vom franz\u00f6sischen Geheimdienst ermordet, w\u00e4hrend eines Sprengstoffanschlags auf das Greenpeace-Schiff \u201eRainbow Warrior\u201c, das sich auf einer Mission gegen die Atomtests auf dem Mururoa-Atoll befand.<\/p>\n<p>urspr\u00fcnglich ver\u00f6ffentlicht auf lille.indymedia.org<br \/>\n<a class=\"moz-txt-link-freetext\" href=\"https:\/\/bureburebure.info\/vallentigny-declaration-de-st-valentin-au-directeur-departementale-de-landra-patrice-torres\/\">https:\/\/bureburebure.info\/vallentigny-declaration-de-st-valentin-au-directeur-departementale-de-landra-patrice-torres\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vallentigny: eine Erkl\u00e4rung am\u00a0 Valentinstag an den Direktor des Departements ANDRA- Patrice Torres. eine\u00a0 Liebeserkl\u00e4rung 14. 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