{"id":9961,"date":"2018-04-09T14:55:00","date_gmt":"2018-04-09T14:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/bure3iqeqde7ynpluyuubochndt33wwsbkmo7kgf32bmli4zigjwvzid.onion\/?p=9961"},"modified":"2022-11-18T14:56:44","modified_gmt":"2022-11-18T14:56:44","slug":"die-bruchlinien-von-cigeo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bureburebure.info\/de\/die-bruchlinien-von-cigeo\/","title":{"rendered":"Die Bruchlinien von Cig\u00e9o"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p><em>Artikel von <a href=\"https:\/\/blog.eichhoernchen.fr\/post\/die-bruchlinien-von-cigeo\/\" rel=\"home\">Eichh\u00f6rnchen l&#8217;\u00e9cureuille<\/a><\/em><\/p>\n<p>Langer Hintergrundartikel vom Eichh\u00f6rnchen zu dem geplanten Atomm\u00fclllager in tiefen geologischen Schichten in Bure, erschienen in der Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php\">Graswurzelrevolution Nummer 428<\/a> von April 2018. Eine gek\u00fcrzte Version von diesem Artikel erscheint zudem im n\u00e4chsten <em>Robin Wood Magazin<\/em>. Am 18. April halte ich einen <a href=\"https:\/\/blog.eichhoernchen.fr\/post\/Vortrag-Kein-Atomklo-in-Bure%2C-der-Kampf-um-das-franz%C3%B6sische-Gorleben\">Vortrag \u00fcber Bure<\/a> in Platenlaase im Wendlad auf Einladung des dortigen Unterst\u00fctzungskomitee.<\/p>\n<p>Es gibt zudem nun endlich eine kleine Brosch\u00fcre (B\u00fcchlein) auf Deutsch \u00fcber Bure! (Inhalt vom Eichh\u00f6rnchen und Layout von Hanna Poddig) Er d\u00fcrfte in den kommenden Tagen aus der Druckerei kommen und zu bestellen sein.<\/p>\n<h3>Der Plan, im franz\u00f6sischen Bure ein Atomm\u00fcll-Endlager einzurichten, st\u00f6\u00dft auf entschlossenen Widerstand<\/h3>\n<p class=\"vorspann\"><strong>Die franz\u00f6sische Regierung will in Bure, Lothringen, ein atomares Endlager f\u00fcr hoch- und mittel-radioaktiven Atomm\u00fcll in tiefen geologischen Schichten errichten. Das Bauvorhaben hei\u00dft Cig\u00e9o. Die Andra, die staatliche Agentur zur Entsorgung von radioaktivem M\u00fcll, ist Bauherrin. Der Bauantrag soll 2019 gestellt werden. Vorarbeiten haben bereits begonnen, ein Gesetz wurde in Anwesenheit von 20 Abgeordneten verabschiedet. Es regt sich Widerstand dagegen. <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Umweltminister Nicolas Hulot posierte noch 2016 mit einem Plakat gegen Cig\u00e9o vor den Kameras. Heute schickt er die Milit\u00e4rpolizei in die D\u00f6rfer, um den Widerstand niederschlagen zu lassen. \u00dcberwachung, Polizeigewalt, Hausdurchsuchungen, Demonstrationsverbote, Verhaftungen und Prozesse geh\u00f6ren inzwischen zum Alltag der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Vorl\u00e4ufiger H\u00f6hepunkt der Auseinandersetzungen ist der aktuelle Kampf um den Bois Lejuc. Die Andra startete 2016 \u00fcberraschend die Bauarbeiten im Wald, obwohl sie daf\u00fcr weder eine Rodungs- noch eine Baugenehmigung besa\u00df. Die Andra wollte eine vier Kilometer lange und drei Meter hohe Mauer rund um die 221 Hektar Wald errichten, um Bohrungen f\u00fcr die k\u00fcnftigen Luftsch\u00e4chte des Endlagers durchzuf\u00fchren \u2013 abgeschirmt vom Protest der Projektgegner*innen. Die Bauarbeiten ruhen seit dem 1. August 2016 in Folge eines gerichtlich verh\u00e4ngten Baustopps, der Zerst\u00f6rung des begonnenen Mauerwerks durch Projektgegner*innen und der Besetzung des Waldes (siehe GWR 420). Die Besetzung wurde im Laufe der Zeit gr\u00f6\u00dfer, es wurden zahlreiche H\u00fctten und Baumh\u00e4user gebaut, die \u00ab\u00a0Eulen\u00a0\u00bb von Bure, wie die Aktivist*innen genannt werden, sind zum Symbol des Widerstandes gegen das atomare Endlager geworden. Die Regierung f\u00fcrchtete eine dauerhafte Verankerung des direkten Widerstandes. Die Milit\u00e4rpolizei r\u00fcckte am 22. Februar 2018 mit 500 Mann in den Wald und r\u00e4umte die Waldbesetzung. Die Eulen geben sich nicht geschlagen. Denn es gibt zahlreiche Gr\u00fcnde, gegen Cig\u00e9o zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<h3>\u00ab\u00a0D\u00e9chets nucl\u00e9aires : Arr\u00eater d\u2019en produire et ne surtout pas enfouir!\u00a0\u00bb<\/h3>\n<p>\u00ab\u00a0Atomm\u00fcll: Produktionsstopp und vor allem keine tiefe Einlagerung!\u00a0\u00bb Das ist eine Forderung der meisten Atomkraftgegner*innen in Frankreich. Die Einlagerung des Atomm\u00fclls ist keine L\u00f6sung und birgt gro\u00dfe Gefahren. Atomkraftgegner*innen sind erst bereit, sich mit den Verantwortlichen \u00fcber den Verbleib des Atomm\u00fclls zu unterhalten, wenn die Produktion von Atomm\u00fcll gestoppt wird und die Auseinandersetzung ernst gemeint ist, die Zivilgesellschaft nicht lediglich f\u00fcrs Image ins Boot geholt wird.<\/p>\n<p>Die Regierung betont, sie sei f\u00fcr Gespr\u00e4che mit den \u00ab\u00a0legalen\u00a0\u00bb Projektgegner*innen offen. Von offenen Gespr\u00e4chen kann aber keine Rede sein, da f\u00fcr den Staat der Standort Bure nicht zur Debatte steht. Unklar ist au\u00dferdem wer die \u00ab\u00a0legalen\u00a0\u00bb Projektgegner*innen denn sind. Die R\u00e4umung der Waldbesetzung erfolgte am 22. Februar 2018 ohne Vorwarnung und Rechtsgrundlage. Dabei wurden nicht nur die Wohnungen von Menschen, die in H\u00fctten und Baumh\u00e4usern zu Hause waren, zerst\u00f6rt, sondern auch der Verein Eodra (Association des Elus de Lorraine et Champagne-Ardenne Oppos\u00e9s \u00e0 l\u2019enfouissement des D\u00e9chets RAdioactifs) aus dem Wald vertrieben, obwohl dieser eingetragene Verein, der Abgeordnete, gew\u00e4hlte B\u00fcrgermeister*innen und Kommunalvertreter*innen gegen Cig\u00e9o vereint, im November 2017 seinen Vereinssitz offiziell in den Wald verlegt hatte.<\/p>\n<p>Die Projektgegner*innen lassen sich nicht in gute \u00ab\u00a0legale\u00a0\u00bb und b\u00f6se \u00ab\u00a0illegale\u00a0\u00bb Gegner*innen spalten. Sie bezeichnen die Gespr\u00e4chsangebote der Regierung als heuchlerisch. Staatssekret\u00e4r Lecornu hatte die Vereine zu Gespr\u00e4chen \u00fcber Cig\u00e9o f\u00fcr den 23. Februar eingeladen, wohl wissend, dass am Tag zuvor 500 Milit\u00e4r-Polizisten den Wald gewaltsam r\u00e4umen w\u00fcrden. Die Vereine sagten das Treffen mit Lecornu nach der R\u00e4umung mit einem k\u00e4mpferischen Offenen Brief ab und mobilisierten statt dessen zu einem lange geplanten Treffen dezentraler Bure-Unterst\u00fctzungskomitees Anfang M\u00e4rz.<\/p>\n<h3>\u00ab\u00a0Bure ist \u00fcberall\u00a0\u00bb<\/h3>\n<p>Rund 400 Menschen kamen am 3. und 4. M\u00e4rz 2018 nach Bure, um sich \u00fcber die k\u00fcnftige Gestaltung des gemeinsamen Widerstands auszutauschen. Am 16. Juni 2018 soll eine Gro\u00dfdemonstration gegen das Atomklo statt finden. Die dezentralen Unterst\u00fctzungskomitees wurden im September 2017 nach Hausdurchsuchungen im Widerstandshaus Bure Zone Libre (BZL) und in weiteren Lebensorten von Atomkraftgegner*innen ins Leben gerufen (siehe GWR 422). Nach der R\u00e4umung der Waldbesetzung am 22. Februar fanden in ganz Frankreich \u00fcber 70 Solidarit\u00e4ts-Kundgebungen vor den Pr\u00e4fekturen statt \u2013 mehrheitlich durch dezentrale Unterst\u00fctzungskomitees organisiert. Damit soll der Parole \u00ab\u00a0Bure ist \u00fcberall\u00a0\u00bb Rechnung getragen werden. In Deutschland hat sich ein Unterst\u00fctzungskomitee im Wendland gegr\u00fcndet und es gibt eine bundesweite Mailingliste zum Austausch von Informationen \u00fcber Bure auf Deutsch, die jede-r abonnieren darf. <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u1\">(1)<\/a><\/p>\n<h3>Wachsende Repression<\/h3>\n<p>Die Repression w\u00e4chst, weil die Regierung die Verankerung eines soliden radikalen Widerstandes (insbesondere den Widerstand durch direkte Aktionen und Besetzungen) verhindern will: Hausdurchsuchungen, Dauerstationierung der Milit\u00e4rpolizei in der Gegend, \u00dcberwachung mit Hubschraubern, Stra\u00dfensperren und -kontrollen, Demonstrationsverbote, Polizeigewalt, Strafprozesse und Knast.<\/p>\n<p>Der Alltag wird f\u00fcr die Einwohner*innen zunehmend beschwerlich. Bei vielen von ihnen herrscht Resignation. \u00ab\u00a0Die Polizei kontrolliert und \u00fcberwacht alles, wir haben kein Leben mehr, aber was sollen wir dagegen tun? Sie haben die Waffen, wir haben nur unsere H\u00f6fe\u00a0\u00bb, erz\u00e4hlt ein \u00e4lterer Bauer. \u00ab\u00a0Wenn ich zu Hause koche, stehen die Gendarmen vor der T\u00fcr und filmen uns. Das geh\u00f6rt inzwischen zu unserem Alltag. Das ist ein seltsames Gef\u00fchl, wir sind in einem Dorf mitten im Nirgendwo, werden aber dauerhaft beschattetet und st\u00e4ndig kontrolliert\u00a0\u00bb, berichtet ein Aktivist, der seit ein paar Monaten in einem neuen Wohnprojekt in Mandres-en-Barrois wohnt. Drei H\u00e4user wurden in dem 150 Einwohnerdorf abgekauft. Die Menschen bauen b\u00e4uerliche landwirtschaftliche Betriebe auf und wollen mit ihrem Wohnprojekt den Widerstand vor Ort dauerhaft unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Robin hat am 15. August 2017 bei einer Demo gegen das Atomklo einen Fu\u00df durch die Explosion einer aus ca. 100 Meter Entfernung kommenden Polizeigranate, verloren. Die Granate verursachte einen ca. 50cm gro\u00dfen Krater im Ackerboden und zerst\u00f6rte Robins solide Leder-Wanderschuhe. Der Schuh explodierte und schmolz zum Teil in die offene Fu\u00df-Wunde, er hinterlie\u00df Knochenteile im Acker. Die Polizei behinderte die Rettung des Aktivisten durch Rettungssanit\u00e4ter*innen und drangsalierte den mit Schmerzmitteln vollgepumpten Aktivisten anschlie\u00dfend auf seinem Krankenhausbett mit einem Verh\u00f6r. Bei der Demonstration gab es mehrere durch Polizeigranaten schwer verletzte Demonstrant*innen.<\/p>\n<p>Anfang 2018 wurde die erste Gef\u00e4ngnisstrafe gegen einen Projektgegner verh\u00e4ngt, der Aktivist soll Widerstand geleistet haben, als er mit Gewalt durch Beamten bei der Durchsuchung des Hauses des Widerstandes aus seinem Bett um sechs Uhr morgens geholt wurde. Andere standen am 13. Februar vor Gericht, sie sollen an der Zerst\u00f6rung der illegal eingerichteten Mauer der Andra im bois Lejuc beteiligt gewesen sein, das Urteil steht noch aus. Seit der R\u00e4umung der Waldbesetzung befinden sich zwei Menschen in U-Haft. Ihnen wird Widerstand vorgeworfen. Sie haben ihre Aburteilung in einem Schnellverfahren, ohne M\u00f6glichkeit sich zu verteidigen, abgelehnt und m\u00fcssen bis zu ihrem Prozess im Gef\u00e4ngnis bleiben. Andere Prozesse stehen an, unter anderem wegen einer \u00ab\u00a0pelle \u00e0 tarte\u00a0\u00bb. Der Tortenheber wurde zusammen mit zwei Opinels und einer Kabeltrommel bei der Kontrolle eines Fahrzeuges im Auto eines Projektgegners beschlagnahmt. Der Vorwurf lautet Versto\u00df gegen das Waffengesetz.<\/p>\n<h3>Ansporn f\u00fcr den weiteren Widerstand<\/h3>\n<p>Ironie der Geschichte ist, dass die zunehmende Repression in und um Bure den Widerstand erstarken l\u00e4sst und in ganz Frankreich bekannt gemacht hat. Es werden immer mehr dezentrale Unterst\u00fctzungskomitees gegr\u00fcndet. Die Aktivist*innen lie\u00dfen sich weder durch die R\u00e4umung der Waldbesetzung noch durch die willk\u00fcrlichen Verf\u00fcgungen der Pr\u00e4fektur f\u00fcr das Wochenende vom 3. und 4. M\u00e4rz beeindrucken.<\/p>\n<p>Unbeugsame Eulen hatten schon am Tag nach der R\u00e4umung der Waldbesetzung einige B\u00e4ume wieder besetzt. Einige Aktivist*innen wurden erneut ger\u00e4umt. Das Katz<br \/>\n\u2013 und Maus-Spiel kann noch lange dauern. Die Aktivist*innen freuen sich \u00fcber Sachspenden f\u00fcr die Besetzung (Kletterausr\u00fcstung, Kocher, Decken, etc.)<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4fektur verf\u00fcgte f\u00fcr das Wochenende vom 3. und 4. M\u00e4rz ein vollst\u00e4ndiges Demonstrationsverbot. Stra\u00dfensperrungen sowie Park- und Fahrverbote wurden erlassen. Die Polizei durfte nach Lust und Laune Personalien feststellen. Die Demonstrationsverbote wurden durch die Pr\u00e4fektur damit begr\u00fcndet, dass Atomkraftgegner*innen sich treffen wollten, um \u00fcber den Widerstand gegen Cig\u00e9o zu beraten. Au\u00dferdem sei mit gewaltt\u00e4tigen Demonstrant*innen zu rechnen. Etwa 400 \u00ab\u00a0Eulen\u00a0\u00bb (viele Demonstrant*innen trugen eine Eulenmaske) machten sich trotz Verbot auf dem Weg zum bois Lejuc mit dem Ziel, eine Dauermahnwache am Waldrand auf einem Privatgrundst\u00fcck zu errichten. \u00ab\u00a0Hulot m\u2019a radicalis\u00e9e\u00a0\u00bb, stand auf dem Front-Transparent: \u00ab\u00a0Umweltminister Hulot hat mich radikalisiert\u00a0\u00bb. Die Menschen n\u00e4herten sich dem Wald, konnten ihre Mahnwache aufgrund des Dauerbeschusses mit Tr\u00e4nengasgranaten durch die Polizei allerdings nicht errichten. Sie machten sich nach zwei Stunden auf den Weg nach Mandres-en-Barrois, wo die Debatten der Unterst\u00fctzungskomitees organisiert wurden. Am Tag darauf wurde jede auch nur kleine Ansammlung im Dorf mit einer Salve Tr\u00e4nengas bis in die Privatg\u00e4rten aufgel\u00f6st. Die Eulen geben nicht auf, die Mahnwache soll zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt errichtet werden.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Ereignisse haben Bure und das Thema Atomm\u00fcll in die Schlagzeilen gebracht. Mit dem positiven Effekt, dass auch \u00fcber die Hintergr\u00fcnde und die Kritik am Vorhaben der Regierung berichtet wurde. Dies kommt im Atomland Frankreich selten vor und ist der langj\u00e4hrigen Arbeit von B\u00fcrgerinitiativen zu verdanken. Sie leisten nicht nur Widerstand auf der Stra\u00dfe, sondern setzen sich auch mit dem Projekt Cig\u00e9o und seine Gefahren auseinander. Seit \u00fcber 20 Jahren geben sie Studien in Auftrag, ver\u00f6ffentlichen Analysen und Berichte, organisieren Konferenzen mit kritischen Wissenschaftler*innen. Sie decken die schleichende Atomifizierung der Region auf sowie die Machenschaften der Regierenden, die mit Geldsegen und Stimmungsmache Akzeptanz f\u00fcr das Endlager schaffen wollen.<\/p>\n<h3>Schleichende Niederlassung der Atomlobby<\/h3>\n<p>Die Andra arbeitet bereits seit 25 Jahren daran, Akzeptanz f\u00fcr ein Endlager in Bure zu schaffen. Die Gegend ist strukturschwach und d\u00fcnn besiedelt. Die Bev\u00f6lkerungsdichte im Dreieck St. Dizier, Nancy und Chaumont mit Bure in der Mitte liegt bei sechs Einwohner*innen pro km\u00b2. Zahlreiche Politiker*innen lie\u00dfen sich von den Geldern des Investitionsfonds GIP (Gruppement d\u2019Int\u00e9r\u00eat Public) locken. Die Produzenten von Atomm\u00fcll zahlen in einen Fond ein, der Kommunen, die Teile des Cig\u00e9o-Projektes werden, f\u00fcr ihre wirtschaftliche Entwicklung zur Verf\u00fcgung steht. Derzeit erhalten die betroffenen D\u00e9partements Meuse und Haute Marne jeweils 30 Millionen Euro j\u00e4hrlich. Die Kommunen in einem Umkreis von zehn Kilometern erhalten zudem durchschnittlich 500 Euro Pro Einwohner*in und Jahr. <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u2\">(2)<\/a> Die D\u00f6rfer in der Umgebung haben somit sch\u00f6ne Fassaden. Das Dorf Bure z\u00e4hlt ca. 90 Einwohner*innen und verf\u00fcgt \u00fcber ein \u00fcberdimensioniertes Gemeindehaus sowie auff\u00e4llige neue Hightech-Stra\u00dfenlaternen.<\/p>\n<p>Die Atomlobby l\u00e4sst sich in der Gegend mit diversen Anlagen im Zusammenhang mit Cig\u00e9o schleichend nieder. Dazu z\u00e4hlen ein riesiges Geb\u00e4ude f\u00fcr das industrielle Archiv des staatlichen Stromkonzerns Edf, eins f\u00fcr das Archiv von AREVA (seit Anfang 2018 in Orano und Framatome ungenannt), mehre Standorte f\u00fcr die Wartung von AKW-Bauteilen, ein Umschlagplatz f\u00fcr AKW-Bauteile und AKW-Brennstoff in Void-Vacon (siehe GWR 391). Neue Lehrg\u00e4nge, u.a. in Zusammenarbeit mit AREVA wurden in Schulen eingef\u00fchrt. Geplant ist weiter die Niederlassung einer \u00ab\u00a0Blanchisserie\u00a0\u00bb. Dort sollen k\u00fcnftig die verstrahlten Arbeitskleidungen der Arbeiter*innen der 58 franz\u00f6sischen Atomreaktoren dekontaminiert werden.<\/p>\n<p>Zum Bauvorhaben Cig\u00e9o geh\u00f6ren auch zahlreiche Bauwerke, Lagerpl\u00e4tze sowie eine 15 Kilometer lange Castor-Bahn samt Umschlagbahnhof an der Erdoberfl\u00e4che. Auf der weltweiten atomaren Messe in Paris 2015 stellte die Atomlobby eine Karte mit einem gro\u00dfen Kreis von 80 Kilometer Durchmesser vor. Das ist die Fl\u00e4che, die Cig\u00e9o in Anspruch nehmen soll. Die Gegner*innen nennen dies die \u00ab\u00a0Atomifizierung\u00a0\u00bb der Gegend.<\/p>\n<h3>Ein paar Zahlen zu Cig\u00e9o<\/h3>\n<p>An dieser Stelle seien ein paar Zahlen genannt, um eine ungef\u00e4hre Vorstellung des gigantischen Ausma\u00dfes des Vorhabens zu bekommen.<\/p>\n<p>80.000m\u00b3 Atomm\u00fcll sollen eingelagert werden. Das entspricht 3% des bis heute produzierten Atomm\u00fcllvolumens und 99% der Radioaktivit\u00e4t. Bei dem M\u00fcll, der eingelagert werden soll, handelt es sich um mittel- und hochradioaktiven Abfall. Besonders problematisch sind die 74.370 bitumierten Atomm\u00fcll-F\u00e4sser (18% des Volumens), die das Brandrisiko erheblich beeinflussen.<\/p>\n<p>Das Lager soll 100 bis 120 Jahre lang betrieben werden. Das entspricht 100 Castortransporte \u00e0 10 Castoren 100 Jahre lang, im Durchschnitt wird alle 80 Minuten ein LKW runter fahren. Danach wird es f\u00fcr immer verschlossen. Allein f\u00fcr den Castoren-Umschlagplatz und die \u00ab\u00a0Descendrie\u00a0\u00bb (Zug\u00e4nge zum Lager) ist eine Fl\u00e4che von 110 Hektar vorgesehen. Die Installationen auf der Erdoberfl\u00e4che im direkten Zusammenhang mit der Einlagerung sollen 680 Hektar in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Der M\u00fcll soll in 500 Meter Tiefe in einer wasserhaltigen Tonschicht des Callovo-Oxfordien eingelagert werden. Dem unabh\u00e4ngigen Geologen Antoine Godinot zu Folge besteht diese Schicht jedoch mehr aus Kalkstein als aus Tonstein. Sie ist instabil, wie der t\u00f6dliche Unfall im 1999 errichteten \u00ab\u00a0Forschungslabor\u00a0\u00bb der Andra im Januar 2016 zeigte. Ein Arbeiter wurde bei Bohrarbeiten unter einer Tonne Gestein begraben, obwohl die H\u00f6hle an der Stelle bereits durch Stahlriemen und lange Bolzen befestigt worden war. Diese Eigenschaften des Gesteins sind problematisch, weil das Entstehen von Rissen beim Graben der H\u00f6hlen vorprogrammiert ist und somit die unkontrollierte Verbreitung der Radioaktivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass das geothermische Potential vernachl\u00e4ssigt wurde. Die Andra negierte es zun\u00e4chst, bevor sie sp\u00e4ter nach Ver\u00f6ffentlichung von einer unabh\u00e4ngigen Studie das Potenzial einr\u00e4umen musste \u2013 die Andra behauptet jedoch, das liege nicht direkt unterhalb des geplanten Atomm\u00fclllagers. Laut Gesetz darf kein Endlager gebaut werden, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass k\u00fcnftige Generationen aus Versehen ins Lager hinein bohren, um an die sich darunter befindlichen Erdressourcen zu gelangen. In Bure wird sich dar\u00fcber hinweg gesetzt.<\/p>\n<p>300 Kilometer unterirdische Stollen sollen entstehen. Der M\u00fcll wird dann in 100 und 500 Meter lange H\u00f6hlen hinein geschoben. Aus finanziellen und Platzgr\u00fcnden wird auf Castorbeh\u00e4lter verzichtet, es ist nicht vorgesehen, dass die verwendeten Container die Radioaktivit\u00e4t von der Umgebung abschirmen. 8 Millionen Kubikmeter Gestein werden daf\u00fcr ausgeschachtet. Die Befestigung der unterirdischen G\u00e4nge erfordert Millionen Tonen Stahl und 275.000m\u00b3 Beton.<\/p>\n<p>Die Regierung hat f\u00fcr Cig\u00e9o 25 Milliarden Euro veranschlagt, der Rechnungshof h\u00e4lt dagegen 41 Milliarden Euro f\u00fcr realistisch \u2013 ohne Unfall! <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u2\">(2)<\/a><\/p>\n<h3>Die geologischen Bruchlinien von Cig\u00e9o<\/h3>\n<p>Der unabh\u00e4ngige Wissenschaftler Bertrand Thuillier hat sich mit den Gefahren von Cig\u00e9o intensiv besch\u00e4ftigt. In Konferenzen kl\u00e4rt er B\u00fcrger*innen \u00fcber die Gefahren auf. Nach seiner Auffassung birgt die Einlagerung von Atomm\u00fcll in tiefen geologischen Formationen grunds\u00e4tzlich enorme Gefahren. Das Explosions- und Brandrisiko wurde nicht ausreichend ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Er bezeichnet Cig\u00e9o als eine Hydrogenfabrik. Das Gestein enth\u00e4lt Wasser. Das Wasser flie\u00dft nicht, spielt aber eine gro\u00dfe Rolle, denn per Radiolyse des Wassers (Einwirkung der ionisierten Strahlung auf das wasserhaltige Gestein) und Korrosion der F\u00e4sser entst<br \/>\nehen ca. 5000m\u00b3 Hydrogen. In einigen F\u00e4ssern, die organische Materie enthalten, bildet sich auch Hydrogen. Diese k\u00f6nnen aufgrund des Drucks, der dadurch h\u00f6her wird, explodieren. Die Ger\u00e4te und Batterien, die eingesetzt werden sollen, sind auch eine Gefahrenquelle, sie produzieren auch Hydrogen. Das Gas tr\u00e4gt weiter zur Entstehung von Rissen im Gestein bei (hier auch aufgrund des Drucks) und birgt enorme Explosionsgefahren. Bei einer Konzentration von 4% Hydrogen und einer defekten L\u00fcftung kann es schnell zur Explosion kommen.<\/p>\n<p>Das Brandrisiko ist sehr hoch. Die H\u00f6hlen m\u00fcssen zur Verhinderung von Explosionen mit einer L\u00fcftung ausgestattet werden. Die Kombination von Hydrogen, Sauerstoff, bitumierten Abf\u00e4llen (entspricht insgesamt 10.000 Tonnen Bitumen) ist aber \u00e4u\u00dferst ung\u00fcnstig. Es reicht ein kleiner Funke f\u00fcr eine Katastrophe. Selbst die atomare Aufsichtsbeh\u00f6rde ASN sieht diese Gefahren \u2013 sie fordert die Andra dazu auf, ihr Konzept noch vor Beantragung der Baugenehmigung zu verbessern.<\/p>\n<p>Es ist zu bef\u00fcrchten, dass aufgrund der L\u00e4nge der H\u00f6hlen ein Unfall erst zeitverz\u00f6gert registriert werden w\u00fcrde. Bei einem Unfall in der Waste Isolation Pilot Plant (WIPP) in New Mexiko (USA) 2014 \u2013 bis zu diesem Zeitpunkt durch die Andra als Vorzeigeprojekt f\u00fcr Bure angepriesen -, wo die US-Regierung schwach radioaktiven Atomm\u00fcll aus milit\u00e4rischen Quellen in 655 Meter Tiefe eingelagert hat, wurde der Unfall erst entdeckt, nachdem Radioaktivit\u00e4t an der Erdoberfl\u00e4che gemessen wurde. Ein Atomm\u00fcllfass war nach einer chemischen Reaktion in Brand geraten. Ursache war menschliches Versagen und die Idee Kosten zu sparen, indem in den H\u00f6hlen ein Mineralgemisch durch ein organisches Gemisch ersetzt wurde. Arbeiter*innen konnten sich erst nach sieben Wochen der Unfallstelle n\u00e4hern. Bei einem fr\u00fcheren Unfall, dem Brand eines LKW, der ein Atomm\u00fcllfass unterirdisch bef\u00f6rderte, wurde die fehlerhafte Verpackung des M\u00fclls als Ursache f\u00fcr den Brand ausgemacht. Aktuell steht die Anlage still, der Betrieb soll 2021 wieder aufgenommen werden. Die Kosten des Unfalls werden auf zwei Milliarden US-Dollar gesch\u00e4tzt. Beim WIPP ging es um schwach radioaktivem M\u00fcll. Das Problem mit den gro\u00dfen Mengen Hydrogen stellt sich, anders als in Bure, nicht.<\/p>\n<p>Die H\u00f6hlen sollten 10 000 Jahre dicht halten. Sie sind es nach wenigen Jahren nicht mehr, Decken st\u00fcrzen ab und der M\u00fcll ist nach dem Unfall auch nicht mehr r\u00fcckholbar. Selbst unter besseren Voraussetzungen als in Bure, ereignete sich im WIPP ein Unfall, der laut den Verantwortlichen statistisch gesehen alle 200.000 Jahre vorkommen k\u00f6nnen soll. <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u2\">(2)<\/a><\/p>\n<h3>Unterst\u00fctzung<\/h3>\n<p>Sowohl der aktive Widerstand auf der Stra\u00dfe als auch Gegenexpertise verlangen den Projektgegner*innen viele Ressourcen ab. Sie freuen sich \u00fcber Unterst\u00fctzung. Bure ist \u00fcberall!<\/p>\n<p>Geld- und Sachspenden sind eine wichtige Form der Unterst\u00fctzung <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u3\">(3)<\/a>. Du kannst den Widerstand aber auch durch die Gr\u00fcndung eines Unterst\u00fctzungskomitees f\u00f6rdern, du kannst dich in die Mailingliste zum Austausch von Informationen auf Deutsch eintragen lassen <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u1\">(1)<\/a>. Solifotos von Infos \u00fcber Solidarit\u00e4tsaktionen nach Bure schicken (das wird auf de.vmc.camp ver\u00f6ffentlicht) oder den Widerstand vor Ort pers\u00f6nlich unterst\u00fctzen, zum Beispiel bei der angek\u00fcndigten Demo am 16. Juni. <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u4\">(4)<\/a><\/p>\n<p>Du kannst auch bei der bundesweiten Kampagne gegen Atomtransporte mitmachen und dazu beitragen, dass Atomm\u00fcll verhindert wird, bevor er entsteht. <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u5\">(5)<\/a><\/p>\n<p>Die Autorin dieses Beitrages steht au\u00dferdem f\u00fcr einen Vortrag \u00fcber Bure in deiner Stadt zur Verf\u00fcgung. <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#u6\">(6)<\/a><\/p>\n<p><strong>Eichh\u00f6rnchen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#o1\">(1)<\/a> Siehe: <a href=\"http:\/\/de.vmc.camp\/2017\/09\/22\/aufruf-dezentrale-unterstuetzer-komitees-fuer-bure-zu-organisieren\/\">http:\/\/de.vmc.camp\/2017\/09\/22\/aufruf-dezentrale-unterstuetzer-komitees-fuer-bure-zu-organisieren\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#o2\">(2)<\/a> Siehe \u00ab\u00a0L\u2019opposition citoyenne au projet Cig\u00e9o\u00a0\u00bb sous la direction de Pierre Ginet, G\u00e9ographe, Edition L\u2019Harmattan, ISBN 978-2-343-11881-9 \u2013 Die Zahlen wurden aus dem Buch entnommen, darin sind Beitr\u00e4ge der kritischen Wissenschaftlern Godinot und Thuillier enthalten.<\/p>\n<p>Vortrag von Bertrand Thuillier: <a href=\"http:\/\/burestop.free.fr\/spip\/IMG\/pdf\/cige_o_et_dossier_de_su_rete_andra_irsn_-_b.thuillier_12.08.2017_final.pdf\">http:\/\/burestop.free.fr\/spip\/IMG\/pdf\/cige_o_et_dossier_de_su_rete_andra_irsn_-_b.thuillier_12.08.2017_final.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#o3\">(3)<\/a> Spendenkonten:<\/p>\n<p>F\u00fcr Material<\/p>\n<p>Association les amis des affouages<br \/>\nIBAN: FR76 1027 8020 0100 0211 0990 168<br \/>\nBIC: CMCIFR2A<br \/>\nBetreff: Soutien anti-cigeo<\/p>\n<p>F\u00fcr die Prozesskosten<\/p>\n<p>CACENDR<br \/>\nIBAN: FR76 1027 8040 2600 0200 8130 287<br \/>\nBIC: CMCIFR2A<br \/>\nBetreff: Soutien anti-cigeo<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#o4\">(4)<\/a> Infos gibt es dann auf <a href=\"http:\/\/de.vmc.camp\">http:\/\/de.vmc.camp<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#o5\">(5)<\/a> <a href=\"http:\/\/urantransport.de\/\">http:\/\/urantransport.de\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/428\/bure.php#o6\">(6)<\/a> Vortragsanfrage bitte an: <a href=\"mailto:vortrag@eichhoernchen.fr\">vortrag@eichhoernchen.fr<\/a> richten.<\/p>\n<p><strong>Literaturhinweis<\/strong><\/p>\n<p>C\u00e9cile Lecomte: \u00ab\u00a0Kommen Sie da runter!\u00a0\u00bb Kurzgeschichten und Texte aus dem politischen Alltag einer Kletterk\u00fcnstlerin, Verlag Graswurzelrevolution, 189 Seiten, 25 Abbildungen, 16,90 Euro, ISBN 978-3-939045-23-6, <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/verlag\/eichhoernchen.php\">http:\/\/www.graswurzel.net\/verlag\/eichhoernchen.php<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artikel von Eichh\u00f6rnchen l&#8217;\u00e9cureuille Langer Hintergrundartikel vom Eichh\u00f6rnchen zu dem geplanten Atomm\u00fclllager in tiefen geologischen Schichten in Bure, erschienen in der Zeitschrift Graswurzelrevolution Nummer 428 von April 2018. Eine gek\u00fcrzte Version von diesem Artikel erscheint zudem im n\u00e4chsten Robin Wood Magazin. Am 18. April halte ich einen Vortrag \u00fcber Bure in Platenlaase im Wendlad auf&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_locale":"de_DE","_original_post":"http:\/\/bure3iqeqde7ynpluyuubochndt33wwsbkmo7kgf32bmli4zigjwvzid.onion\/?p=5129","footnotes":""},"categories":[423],"tags":[],"class_list":["post-9961","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cigeo","de-DE"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9961"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9961\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9975,"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9961\/revisions\/9975"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bureburebure.info\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}