In den Gemeinschaftsräumen des Areals ist Platz für alle : sowohl für Menschen, die nur auf der Durchreise sind, als auch für diejenigen, die darüber nachdenken, sich mittel- bis langfristig dort niederzulassen.
Die kommenden Jahre werden für den Kampf besonders entscheidend sein, da die Arbeiten für das CIGEO-Projekt zur Endlagerung von Atommüll beginnen werden. Bislang wurde noch nichts gebaut, was direkt mit dem CIGEO-Projekt in Verbindung steht : Die ANDRA – die für das CIGEO-Projekt zuständige nationale Behörde – hat vor allem Verwaltungsanträge gestellt, Grundstücke erworben (manchmal unter Zwang) und Vorarbeiten durchgeführt.
Der Kampf fängt also erst an, denn für das CIGEO-Projekt sind mehr als 150 Jahre Bauzeit vorgesehen! Es gibt viele Möglichkeiten, vor Ort Widerstand zu leisten : durch Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation von Veranstaltungen, die Teilnahme an Sitzungen, den Aufbau von Kontakten zu unseren Nachbar*innen, die Sichtbarmachung des Widerstands vor Ort, die Arbeit an technischen und thematischen Dossiers usw.
Vor Ort kämpfen wir natürlich nicht nur gegen die Atomkraft, sondern auch gegen alle Formen der Herrschaft, wie die Vielfalt der Veranstaltungen zeigt, die in den letzten Jahren in der Region organisiert wurden.
Seit etwa dreißig Jahren hat sich der Kampf durch den Erwerb von Gemeinschaftshäusern diversifiziert : das „Maison de Résistance“ im Jahr 2004, das „Augustine“ im Jahr 2017 und das „Affranchie“ im Jahr 2018. Diese Gemeinschaftshäuser ermöglichen es Aktivist*innen, vor Ort zu leben und zahlreiche Formen der Selbstversorgung zu entwickeln.
Diese Aktivitäten stehen allen offen : Es wird immer Hilfe gebraucht – auf den Feldern, in der Bäckerei, im Bar-Restaurant, bei der Reparatur von Fahrrädern oder Gemeinschaftsautos oder bei den verschiedenen gemeinsamen Baustellen zur Instandhaltung und Verbesserung der Häuser. Um dich in diese Dynamik einzubringen, finden regelmäßig Treffen vor Ort statt, und wir können dir das gerne näher erklären, sobald du da bist.
Für diejenigen, die nicht in Gemeinschaftsunterkünften leben möchten, gibt es auch Wohngemeinschaften von Aktivist*innen!
Je nachdem, wie oft man solche Orte bereits besucht hat, fällt es mehr oder weniger leicht, sich dort einzufinden. Wenn du Bedenken hast oder Angst, dich nicht wohlzufühlen, kann es manchmal einfacher sein, in einer Gruppe zu kommen oder zu Zeiten, zu denen ausdrücklich ein Empfang geplant ist (wie bei Baustellen, Vorbereitungen für Veranstaltungen usw.).
Du kannst uns auch vorab über dein Kommen ins „Haus des Widerstands gegen den Atommüll“ informieren, indem du eine E-Mail an die Adresse burezonelibre [at] riseup [punkt] net schreibst.
Wenn du vorhast, etwas länger in der Gegend zu bleiben, zögere nicht, vor Ort darüber zu sprechen – wir können dich dann entsprechend deinen Interessen beraten.
Zahlreiche Ressourcen sind verfügbar unter bureburebure.info :
– Auf der Seite „In und um Bure ankommen“ werden verschiedene Anreisemöglichkeiten in die Region erläutert,
– Die Broschüre „Wie wir in Bure kämpfen“ (auf Englisch) geht etwas näher auf die im Rahmen des Kampfes in Bure entwickelten Kampf- und Selbstverwaltungspraktiken ein.
– Der „Rechtsleitfaden im Burien-Kontext“ (auf Englisch) erinnert an unsere Rechte im Umgang mit der Polizei und gibt Tipps, insbesondere bei Personenkontrollen, Verkehrskontrollen oder in Polizeigewahrsam.
– Weitere Broschüren und Videos findest du im Toolkit im Dropdown-Menü auf bureburebure.info!
– Bei Fragen kannst du dich auch gerne über die Kontaktadresse der Kampagne : sauvonslaforet [at] riseup [punkt] net an uns wenden.
03/10/2026