Was passiert in Bure ?

CIGÉO / Bure, ein gigantisches Projekt für den unterirdischen Atommüllbehälter in weniger als 500 m unter der Erde, ist seit 1994 im Zuge des Gesetzes von 1991 über die Entsorgung nuklearer Abfälle im Gange. Ein „geologisches Forschungslabor“ hat sich 1999 in BURE, einem Lehmgebiet, in der Meuse an der Grenze zur Haute-Marne niedergelassen. Die ANDRA (Nationale Agentur für Radioaktive Abfälle) wartet auf die Baugenehmigung im Jahr 2027, die unter dem Deckmantel einer sogenannten „Pilotphase“ eine riesige unumkehrbare Baustelle starten soll : das industrielle Lagerungszentrum CIGÉO.

Dieses Projekt, das von ANDRA und den Abfallproduzenten (EDF, Areva, CEA) entwickelt wurde, ist immer nur ein Projekt. In Bure gibt es keinen nuklearen Abfall!

Die Ankunft der ersten Abfälle wird für 2050 angekündigt, siehe 2080 für die gefährlichsten (HAVL, Hohe Aktivität, Lange Lebensdauer). Bis dahin bleiben die Abfälle in La Hague oder an den Standorten der Kraftwerke. Die Andra plant, den Bau der Cigéo-Stollen im Rahmen des Abfalllagers über einen Zeitraum von 150 Jahren fortzusetzen. Bis dahin müssen sie noch einen elektrischen Transformator, Straßen, Wasserauffangsysteme, eine Eisenbahnlinie und Brücken bauen.
Dieses Projekt ist einzigartig in seiner Art, da es den Anspruch erhebt, technisch und finanziell an einem einzigen Standort im Osten von Frankreich 99 untergebracht zu werden.96 % der Radioaktivität stammen aus den Abfällen der 58 französischen Kernreaktoren und davon, dass sie für hunderte von Jahrtausenden unter der Erde eingeschlossen wurden.

Cigéo soll auf fünf Dörfer in Meusiens und Haut-Marnais aufgeteilt sein : Bure, Saudron, Ribeaucourt, Bonnet und Mandres. Das wären 270 ha Kernanlagen an der Oberfläche und 300 km unterirdische Tunnel in einer Tiefe von 500 m, um die radioaktivsten Abfälle der Atomindustrie aufzunehmen. All dies zu einem Preis von mehreren zehn Milliarden Euro, einer Rechnung, die sich durch Verzögerungen und den geplanten Neubau von Kernreaktoren noch weiter verschärft.

Ein zukünftiges Niemandsland? Wer wuerde hier leben wollen?

Dennoch kauft ANDRA Land auf (bereits 3000ha in Meuse und Haute-Marne), baut Infrastruktur (Bahngleise, Straßen, Stromtrassen etc.) und verbreitet Propaganda.

Ein Maison de Résistance (Haus im Widerstand)

Im Jahr 2004 gründeten einige Menschen aud Frankreich und Deutschland, die gegen den Atomstaat vorgehen wollten einen Verein namens BZL (Bure Zone Libre/ Freies Gebiet Bure). Ein Jahr später kauften sie ein Haus und begannen es zu renovieren.

Zur Zeit ist das Haus ein Ort zum Leben der offen ist für alle. Es gibt Platz für Treffen und Konzerte, zahlreiche Schlafplätze, eine Werkstatt, einen Computerraum und einen Garten.

Das Haus möchte Raum bieten um

  • kritische Informationen über die Atomindustrie und Atommuell zu verbreiten
  • Aktionen gegen die Atomindustrie zu organisieren
  • hierachiefreie Formen des Zusammenlebens und der Organisierung zu versuchen

Das Haus ist immer offen. Du kannst anrufen (+33) 9 54 10 57 11 oder eine email schreiben an: sauvonslaforet[at]riseup.net.

Die Ausgaben werden kollektiv getragen und alle sind gleichermaßen für die täglichen Aufgaben verantwortlich.
Ideen und Eigeninitiativen sind stets willkommen!

La Maison de Résistance
2 rue de l’église
55290 BURE                                                                                                                                                     (+33) 9 54 10 57 11

Andere (kollektive) Orte

In der Umgebung von Bure gibt es zahlreiche Orte an denen Menschen leben die sich gegen CIGEO organisieren. Seit 2018 existriert ein weiteres kollektives Haus in Mandres-en-Barrois (2 km from Bure) namens l’Affranchie. Weitere Informationen auf dieser Seite : In und um Bure ankommen

Karte

Für weitere Informationen siehe Karten.

Gruen : Labor der ANDRA
Lila : Wiederaufbau von 40km Bahngleisen au denen der Atommüll transportiert werden soll
Blau : Geplante überirdische Bauten
Orange : Maschienen die den Muell unter die Erden bringen sollen
Gelb : ZIRA geplante Tunnelssysteme
Rot : Wald Lejuc, geplante Belüftungssysteme, bis 2018 war der Wald besetzt.
Schwarz : Einige kollektiven Orte