500 Anti-Atom-Feminist*innen sagen Nein zur Bure-Mülldeponie

Presseerklärung zum feministischen und Anti Atom-Wochenende vom 21. und 22. September.

 

Montiers-sur-Saulx, 21. September 2019.

An diesem Samstag gingen zum ersten Mal in Frankreich 500 (ausschließlich) FLINTA+ Personen gegen die Atomkraft auf die Strasse. Dafür wählten sie das Dorf Bure aus, wo der Staat plant, die gefährlichsten Abfälle aus der französischen Atomindustrie zu vergraben.

500 Frauen, Lesben, inter Menschen, nicht binäre Menschen, trans Menschen, agender Menschen und Queere Menschen, demonstrierten und sahen die Auswirkungen der katastrophalen einseitigen Atom-Politik Frankreichs: Sie passierten die Bauarbeiten an der Eisenbahnlinie, die den gesamten Atommüll des Landes transportieren wird. Sie gingen durch Gebiete, die mit öffentlichen Subventionen berieselt wurden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erkaufen und sie tanzten vor dem Labor von Andra. Gemeinsam erlangten Mütter, Anwohner*innen, Aktivist*innen und viele Personen, die noch nie in Bure waren – oder nicht mehr kamen – das unveräußerliche Recht zu demonstrieren zurück. Während der Staat mit seiner zunehmenden Repression dieses Gebiet zu einer verbotenen Zone machen will.

Der bunte und singende Zug, zog durch den Wald, begleitet von radioaktiven Tieren und unter Sprechchören emanzipatorischer Slogans: « Ni famille, ni déchets nucléaires (Keine Kernfamilie, kein Atomkern!) », « Vous n’enfouirez pas nos colères (Ihr werdet unsere Wut nicht begraben) », « Nous rayonnons plus fort (Wir strahlen stärker) ». Gegenüber von Andra, um ein fröhliches Lagerfeuer herum, bildete sich eine zauberhafte Runde. Kraft, Lachen, Wut und Freude flossen durch unsere Körper.

Das Wochenende geht weiter, morgen wird über die Fortsetzung dieser unglaublichen Veranstaltung diskutiert. Diese 500 Personen haben gezeigt, dass es immer noch möglich ist wiederstand zu leisten, durch neue Wege, durch Vorstellungskraft und durch gemeinsame Emanzipation.

Wir haben beschlossen, uns ohne Cis-Männer (deren Geschlechtsidentität, der bei der Geburt zugewiesenen Identität entspricht) zusammen zu finden, um uns den Platz zurückzuholen, der uns zu oft genommen wird. Am Wochenende ergreifen wir das Wort, stellen Zelte auf, installieren Strom. Wir gewinnen unsere Kraft und unser Selbstvertrauen zurück und kehren dann in ein Leben zurück, in dem wir täglich mit Sexismus, ungleicher Aufgabenteilung und der Gewalt einer patriarchachlen Gesellschaft konfrontiert sind.

In einer Zeit der globalen Erwärmung ist die Atomindustrie gefährlicher denn je und die Eigenwilligkeit der aktuellen Regierung ist Wahnsinn. Da sich die Katastrophen häufen (Tornados, Tsunamis, Brände), sind die Einrichtungen zunehmend anfällig. Da der Planet brennt, müssen wir über einen achtsamen Umgang mit Energie nachdenken und die industrielle Produktion stoppen, die uns erstickt.

Wenn wir am 21. September in Bure auf die Strasse gehen, tuen wir dies auch in Solidarität mit den Gelbwesten-Protesten und anderen Kollektiven für eine Rückkehr zu Klima- und Sozialfragen, um eine Welt zu verteidigen, die Lebewesen nicht zerstört und sich von Herrschaftsverhältnissen befreit.

25/09/2019

Et sinon, 3 jours avant
on écrivait ça.

*21-22* Weekend antinucléaire et féministe – près de Bure

*21-22* Weekend antinucléaire et féministe R...

Publié à l’origine sur le site: https://bombesatomiques.noblogs.org/. Toutes les informations pratiques sur leur site internet. Rassemblement antinucléaire et féministe Surprise party et aven...   Lire la suite

22/09/2019

Et sinon, le jour même
on a écrit ça.

500 féministes contre le nucléaire pour dire no...

Communiqué de presse du week-end féministe et antinucléaire des 21 et 22 septembre.   Montiers-sur-Saulx, le 21 septembre 2019. Ce samedi, pour la première fois en France, 500 personnes ont ma...   Lire la suite